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Hilda Taba

Hilda Taba (1902-1967) scheint heute in der deutschen pädagogischen Diskussion weitgehend vergessen. Im deutschsprachigen Internet ist sie praktisch nicht zu finden. Das scheint im englischsprachigen Raum, insbesondere in Amerika anders zu sein. Hier gibt es auch einen Wikipedia-Artikel. Eine größere Würdigung findet sich im Internet von dem estnischen Pädagogikprofessor Edgar Krull. Taba war estnischer Herkunft, hatte in Estland und in Amerika studiert, aber in ihrem Heimatland keine Anstellung gefunden, so dass sie nach Amerika zurückkehrte, wo sie 1951 eine Professur an der San Francisco State University bekam. Sie ist besonders durch zwei Projekte bekannt geworden. Das erste davon befasste sich mit „intergroup education“ und wurde von 1945 bis 1951 in New York durchgeführt. Es handelt sich um ein interkulturelles Projekt, das ethnische und rassische Probleme, die in Gesellschaft und Schule auftraten, bearbeiten sollte. Das zweite fand in Kalifornien statt und war eine Curriculumrevision und -entwicklung. Daraus ist 1962 die Veröffentlichung entstanden, die von den Mitarbeitern des RPZ rezipiert wurde: Handbuch der Unterrichtsplanung und Curriculumentwicklung nach Hilda Taba, übersetzt und bearbeitet von Helga Reindel, unter Mitarbeit von W. Edelstein, D. Hopf und Chr. Petry, Stuttgart: Klett 1974.
Es handelt sich dabei nicht um eine einfache Übersetzung. Vielmehr wird im ersten Teil Tabas „Teacher handbook for elementary social studies“ (Palo Alto 1967) übersetzt. Im zweiten Teil werden auch Beispiele aus deutschen Reformschulen dargestellt.